CMS

Arbeiten mit Blöcken

Die Inhalte in atomic werden nicht als starre Einzelseiten aufgebaut, sondern aus Blöcken zusammengesetzt.

Ein Block ist dabei eine klar abgegrenzte inhaltliche und gestalterische Einheit, die auf einer Seite eine bestimmte Funktion übernimmt. Das kann zum Beispiel ein Hero, ein Textbereich, eine Bildergalerie, ein Teaser-Abschnitt, ein Zitat oder auch eine komplexere Inhaltsdarstellung sein. Seiten entstehen dadurch modular: Statt jedes Layout individuell aufzubauen, werden passende Blöcke in sinnvoller Reihenfolge kombiniert.

So kann etwa ein Hero-Block den Einstieg in ein Thema übernehmen, während ein Veranstaltungs-Block aktuelle Termine aus dem System ausgibt. Andere Blöcke dienen dazu, redaktionelle Inhalte zu strukturieren, Medien einzubinden, Zitate hervorzuheben oder weiterführende Informationen bereitzustellen. Aus dem Zusammenspiel dieser Elemente entstehen Seiten, die nicht nur funktional aufgebaut, sondern auch inhaltlich schlüssig gegliedert sind.

Dieses Prinzip schafft vor allem Konsistenz. Da die Blöcke innerhalb eines gemeinsamen gestalterischen und typografischen Rahmens entwickelt werden, unterstützen sie eine einheitliche, CI-gerechte Darstellung der gesamten Website. Farben, Proportionen, Abstände, Typografie und visuelle Logik folgen keinem Zufall, sondern einem definierten System. Auf diese Weise entsteht auch bei sehr unterschiedlichen Inhalten ein zusammenhängender Gesamtauftritt, der professionell, wiedererkennbar und kontrolliert wirkt.

Gleichzeitig ermöglicht das Blockprinzip eine besonders niederschwellige Pflege von Webseiten. Inhalte müssen nicht jedes Mal individuell gestaltet oder technisch neu gedacht werden, sondern können innerhalb bewährter Strukturen eingepflegt werden. Das vereinfacht redaktionelle Prozesse, reduziert Fehlerquellen und sorgt dafür, dass auch komplexere Seiten mit überschaubarem Aufwand erstellt und aktualisiert werden können. Die Arbeit wird dadurch nicht nur effizienter, sondern auch verlässlicher.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil liegt in der Qualitätssicherung. Weil Blöcke vordefiniert aufgebaut sind, lassen sich Anforderungen an Gestaltung, Nutzbarkeit und technische Umsetzung bereits im Vorfeld systematisch berücksichtigen. Dazu gehört auch, dass responsive Webdesign in jedem Block bereits mitgedacht und umgesetzt ist. Inhalte passen sich also nicht erst nachträglich an unterschiedliche Bildschirmgrößen an, sondern sind von Beginn an so angelegt, dass sie auf Desktop, Tablet und Smartphone sinnvoll und robust funktionieren.

Ebenso trägt das Blocksystem dazu bei, eine weitgehende Barrierefreiheit sicherzustellen. Wenn Struktur, Hierarchien, Lesbarkeit und Interaktionsmuster innerhalb der Blöcke sauber definiert sind, verbessert das die Nutzbarkeit für sehr unterschiedliche Menschen und Nutzungssituationen. Barrierefreiheit entsteht dabei nicht als Zusatz, sondern als integraler Bestandteil einer guten, systematisch entwickelten Oberfläche.

Gestaltungsprinzip und Zusammenspiel

Blöcke stehen nie vollständig für sich allein. Nicht nur der einzelne Block ist definiert, sondern oft auch sein Zusammenspiel mit anderen Blöcken. So können Hintergründe, Innen- und Außenabstände, feine Haarlinien zur Gliederung oder andere Übergänge bewusst gesteuert werden. Auf diese Weise entsteht zwischen den einzelnen Inhaltsabschnitten ein klarer gestalterischer Rhythmus. Seiten wirken dadurch nicht wie eine lose Aneinanderreihung von Modulen, sondern wie sorgfältig komponierte digitale Publikationen.

Gerade darin liegt auch eine wesentliche Stärke für das Storytelling. Blöcke helfen nicht nur dabei, Informationen sauber zu strukturieren, sondern auch dabei, Inhalte dramaturgisch aufzubauen. Einstiege, Vertiefungen, visuelle Akzente, Zitate, Medien oder weiterführende Inhalte lassen sich so anordnen, dass Seiten einen nachvollziehbaren Spannungsbogen und eine klare Leserführung erhalten. Aus einzelnen Modulen entsteht auf diese Weise nicht nur eine funktionierende Seite, sondern eine inhaltlich und gestalterisch geführte Erzählung.

Grundaufbau und wiederkehrende Einstellungen

Viele Blöcke verfügen über gemeinsame Grundeinstellungen, die unabhängig vom jeweiligen Inhaltstyp genutzt werden können. Dazu gehören vor allem Ausrichtung und Breite, Innen- und Außenabstände, Haarlinien, Hintergründe und in vielen Fällen auch optionale Animationen. Diese wiederkehrenden Parameter sorgen dafür, dass sich unterschiedliche Blocktypen nach denselben gestalterischen Prinzipien verhalten. Das erhöht nicht nur die Konsistenz der Seiten, sondern erleichtert auch die redaktionelle Arbeit: Wer das Grundprinzip eines Blocks verstanden hat, erkennt viele Einstellungen auch an anderer Stelle wieder.

Ausrichtung und Breite

Viele Blöcke lassen sich in atomic über ihre äußere und innere Ausrichtung steuern. Die äußere Ausrichtung bestimmt, wie weit die Blockfläche auf der Seite reicht. Die innere Ausrichtung legt fest, in welcher Breite der eigentliche Inhalt innerhalb des Blocks angeordnet wird.

So kann ein Block außen über die volle Breite laufen, während der Inhalt innen nur in weiter Breite oder Textbreite erscheint. Die volle Breite eignet sich für besonders raumgreifende Inhalte. Die weite Breite gibt einem Block mehr Raum, ohne ihn auf sehr großen Bildschirmen zu breit werden zu lassen. Sie bildet zugleich ein wichtiges Bezugsmaß im Layout, an dem sich auch Header und Footer orientieren. Die Textbreite ist auf angenehme Lesbarkeit ausgelegt und kann je nach Typografie und Darstellung leicht variieren.

Die folgenden Blöcke zeigen beispielhaft die verschiedenen Breiten:

Ein Block mit voller Breite / Fensterbreite.
Ein Block mit weiter Breite.
...und ein Block mit Textbreite.

Daneben gibt es bei manchen Blöcken auch links oder rechts in den Fließtext eingebundene Varianten, etwa für Bilder oder ergänzende Inhalte. Ausrichtung und Breite sind damit nicht nur technische Einstellungen, sondern ein wesentliches Mittel des Seitenaufbaus. Sie steuern Aufmerksamkeit, Rhythmus, Lesbarkeit und Gewichtung.

Innen- und Außenabstände

Ebenso grundlegend sind Innen- und Außenabstände. Innenabstände, also Padding, betreffen den Raum innerhalb eines Blocks. Sie bestimmen den Abstand zwischen dem eigentlichen Inhalt und der äußeren Begrenzung des Blocks. Außenabstände, also Margin, beschreiben dagegen den Abstand eines Blocks zu den vorherigen oder nachfolgenden Elementen auf der Seite.

Gerade dieser Unterschied ist wichtig: Der Innenabstand gehört zum Block selbst und beeinflusst damit auch seine sichtbare Fläche. Ein Hintergrund wird deshalb immer auch unter dem Innenabstand ausgegeben. Der Außenabstand liegt dagegen außerhalb des Blocks und trennt ihn von benachbarten Inhalten.

Eine Visualisierung von Margin und Padding.

Bei Außenabständen gilt außerdem das Prinzip des Collapsing. Treffen zwei vertikale Außenabstände direkt aufeinander, werden sie nicht addiert, sondern fallen zu einem gemeinsamen Abstand zusammen. Maßgeblich ist dabei der größere der beiden Werte. Für den Seitenaufbau bedeutet das: Der Abstand zwischen zwei Blöcken entsteht nicht durch die Summe beider Außenabstände, sondern durch ihren zusammengefassten Abstand.

Haarlinien

Haarlinien dienen der feinen visuellen Gliederung. Sie sind semitransparent und können je nach Gestaltung hell oder dunkel ausgegeben werden. Dabei können sie sowohl innerhalb eines Blocks auf dem Hintergrund als auch außerhalb des Blocks erscheinen. So helfen sie, Übergänge zu markieren und den Seitenrhythmus präzise zu strukturieren.

Hintergründe

Viele Blöcke können mit einem Hintergrund versehen werden. So lassen sich Abschnitte hervorheben, gliedern oder visuell zusammenfassen. Standardmäßig stehen je nach Theme folgende Varianten zur Verfügung:

  • Transparent – ohne zusätzliche Hintergrundfläche
  • Farbig – mit der Standard-Hintergrundfarbe der Site
  • Abstufung – mit einer um 10 % abgedunkelten Hintergrundfarbe
  • Weiß – mit weißer Hintergrundfläche
  • Von Weiß – vertikaler Verlauf von Weiß oben in den transparenten Hintergrund
  • Nach Weiß – vertikaler Verlauf vom transparenten Hintergrund oben nach Weiß

Der Hintergrund gehört zur Blockfläche und wird deshalb immer einschließlich des Innenabstands dargestellt, nicht jedoch einschließlich des Außenabstands.

Animationen

Bei vielen Blöcken lassen sich außerdem optionale Animationen aktivieren. Sie werden abgespielt, sobald ein Block in den sichtbaren Bereich des Viewports scrollt. Animationen können dazu beitragen, Inhalte lebendiger zu vermitteln oder Aufmerksamkeit gezielt zu lenken. Sie sollten jedoch bewusst und sparsam eingesetzt werden, damit sie den Inhalt unterstützen und nicht von ihm ablenken.

Hinweis

Wie Blöcke im Editor eingefügt, ausgewählt und konfiguriert werden, wird im Artikel "atomic Editor" erläutert. Der vorliegende Abschnitt beschreibt den Aufbau von und das grundsätzliche Arbeiten mit Blöcken.

Statische und dynamische Inhalte

Blöcke geben nicht nur statische redaktionelle Inhalte aus. Sie können ebenso dynamische Inhalte des Systems einbinden und darstellen, etwa Veranstaltungen, Foren, Termine, Listen, Teaser oder andere datenbasierte Inhalte. Dadurch verbinden sie freie Seitengestaltung mit den strukturierten Informationen, die bereits an anderer Stelle im System gepflegt werden. Das erhöht die Konsistenz, vermeidet doppelte Pflege und ermöglicht es, auch komplexe oder regelmäßig aktualisierte Inhalte sauber in den Seitenkontext zu integrieren.

Je nach Blocktyp können darüber hinaus zusätzliche Funktionen zur Verfügung stehen, die über die reine Inhaltsausgabe hinausgehen. Gerade darin zeigt sich die Stärke des Systems: Blöcke sind nicht nur gestalterische Bausteine, sondern verbinden Redaktion, Design und Systemlogik auf einer gemeinsamen Grundlage.

Für die Arbeit im Alltag bedeutet das: Zuerst sollte überlegt werden, welche inhaltliche Aufgabe ein Abschnitt erfüllen soll. Erst danach wird entschieden, welcher Blocktyp dafür geeignet ist. Nicht jeder Inhalt braucht einen eigenen Spezialblock, und nicht jeder Block sollte für beliebige Inhalte zweckentfremdet werden. Ein gutes Blocksystem lebt davon, dass die vorhandenen Bausteine nachvollziehbar eingesetzt werden und ihre jeweilige Stärke gezielt ausspielen.

Das Arbeiten mit Blöcken verbindet Redaktion, Gestaltung und Systemlogik zu einem gemeinsamen Prinzip. Blöcke schaffen Ordnung, sichern gestalterische und technische Qualität, erleichtern die redaktionelle Pflege und ermöglichen zugleich flexible, konsistente und moderne Webauftritte. Sie sind damit nicht nur Bausteine einzelner Seiten, sondern ein zentrales Grundprinzip für den strukturierten Aufbau digitaler Inhalte in atomic.